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Von kleinen Rätseln, hilfreichen Kolleg:innen und Extreme Programming

Am Ende hat man ein kleines technisches Wunder

Hallo. Ich möchte mich kurz vorstellen- ich bin Immanuel Mauch, Auszubildender als Fachinformatiker für Anwendungstechnik im 2. Lehrjahr und damit schon ein gutes Jahr bei Navimatix mit am Start. Ich konnte bereits mit einigen Personen hier zusammenarbeiten und in ihre Arbeitsbereiche hereinschnuppern. Heute möchte ich euch Michael Baum vorstellen, einen unserer Entwickler hier bei Navimatix, mit dem ich mir im letzten Jahr ein Büro geteilt habe – und an Michas Arbeitsplatz läuft so einiges anders als man denken würde…

 

Immanuel: Hi Micha…. Stell dich doch mal kurz vor: Wer bist du, seit wann bist du Teil der Navimatix und in welchem Bereich bist du hier zu Hause? 

Micha: Hi! Ich bin schon mehr als 10 Jahre Entwickler bei Navimatix. Ich bin eigentlich Java Full Stack Entwickler, aber ich habe hier in der Firma mehrere Schwerpunkte: zum einen die hardwarenahe Kommunikation, meist im Telematikbereich – hier muss man mit Geräten kommunizieren. Zum anderen die Integration von verschiedensten Systemen. Ich mach auch häufig die Verbindung zwischen Datenhaltung und Serverlogik, die Bereitstellung von serverseitigen Funktionalitäten für Nutzerinterfaces und außerdem bin ich auch noch für die Wartung und Support von Bestandsystemen zuständig. Das liegt einfach daran, dass ich schon so lange bei Navimatix bin, deswegen natürlich einige Systeme kenne und da bin ich eben im Support tätig. 

Immanuel: Ok. Nun sieht man, wenn man hier in dein Büro kommt, einige Gerätschaften stehen – was ist das und was kann man damit machen? 

Micha: Ja das stimmt. Ich habe hier einige Ortungsgeräte, die kommen häufig im Sicherheitsbereich zum Einsatz. Die Geräte baut man normalerweise zur Überwachung in Fahrzeuge ein und kann da schauen, wo die Fahrzeuge langfahren. Dann habe ich hier auch so ein Testbrett stehen, das findet man nicht in jedem Büro, das stimmt. Das simuliert die Rückseite eines Trailers (des großen Anhängers an Trucks), dazu gehört die hintere Tür und auch so ein paar Innenteile des Trailers. Ich kann damit Simulationen durchspielen: wenn jemand etwas anfasst, irgendeine Tür klemmt, oder ein Loch irgendwo reingeschnitten wird, dann löst das alles Nachrichten aus, die an einen Server gesendet werden. Dafür habe ich hier so ein „Brett“ stehen, wo ich alles Mögliche mal ausprobieren kann. 

Immanuel: Sehr praktisch. Wie cool ist es denn, etwas selbst zu basteln, wie zum Beispiel das Türschloss oder die Ortungsgeräte? Machst du das freiwillig? Was motiviert dich da?  

Micha: Ja das ist natürlich super interessant. Stell es dir vor wie so kleine Rätsel, die man nun mal lösen muss, weil irgendwas manchmal wieder nicht funktioniert. Das macht mir sowieso Spaß! Am Ende hat man ein kleines technisches Wunder, obwohl man sich vielleicht vorher nicht vorstellen konnte, dass das so einfach funktionieren kann. Ja, das macht schon Spaß. Man kann sich da auch wie ein kleines Kind drüber freuen. Wenn man wie ich vielleicht früher was mit LEGO Technik gebaut hat, dann kann man es jetzt hier in Realität machen. Das ist schon spannend. 

Immanuel: Also bist du ein geborener Bastler? Startest du auch privat Großprojekte wie dieses? 

Micha: Basteln und Tüfteln macht mir schon großen Spaß, aber von so richtig krassen Projekten kann ich jetzt nicht erzählen. Ich leb mich hauptsächlich bei der Arbeit aus. Zu Hause mache ich zwar auch Sachen, aber das hat nicht die gleiche Qualität, wie das, was man bei der Arbeit macht. Für mich ist da Folgendes entscheidend: der Austausch mit den Kollegen bei Navimatix, da bekommt man neue Ideen, kann sich schöne Dinge anschauen und sieht auch mal was die anderen so machen: zum Beispiel ferngesteuerte Autos, die Emergency Systeme an Board haben- da hat man kleine Spielzeugautos, die Alarme generieren, wenn man damit einen Unfall macht. Das sind schöne Projekte, aber das macht man zu Hause natürlich eher selten. 

Immanuel: Ja, weil man zu Hause erstens weniger Zeit und zweitens weniger Leute hat, die man Fragen kann, oder? 

Micha: Ja genau. Es kann sogar sein, dass man eine Zeit lang genau das Gegenteil macht. Zu Hause bastle im Musikbereich immer noch, an der E-Gitarre. Ich muss aber zugeben- das ist jetzt auch schon weniger geworden, weil ich wieder mehr Akustikgitarre spiele. 

Immanuel: Danke, das klingt spannend und nach etwas, was ich mir nach meiner Ausbildung auch gut vorstellen könnte. Anwendungsentwicklung heißt also nicht, nur am „Bildschirm hängen zu müssen“, wie es uns Entwicklern oft nachgesagt wird. Aber liegen hier auch Schwierigkeiten? Gab es bei dir auch Hürden? Wie lief die Planung dieser Projekte ab? 

Micha: (milde entrüstet) Man sitzt natürlich nicht nur vorm Bildschirm. Es ist so, dass 50% der Arbeit, die man für sich selbst macht, Planung ist. Dann kommen noch Diskussionen mit Kollegen dazu und je nach Entwicklungsvorgabe gibt es sowieso auch regelmäßig Meetings-es gibt nicht nur im Vorfeld relativ viel zu besprechen. Man fängt nicht sofort mit Entwickeln an und macht sich trotzdem nebenher auch Architekturgedanken, das passiert eigentlich immer. Und dann hat man im Büro auch jede Menge Kontakt. Im besten Fall sitzen die Leute, mit denen man zusammenarbeitet, im selben Büro- dann plant man auch mal zusammen. Am Computer verbringt man nicht die gesamte Zeit. 

Immanuel: Lohnt es sich denn für eine Firma so etwas wie ein Ortungsgerät selbst zu basteln? 

Micha: Ja, zumindest in Teilen auf jeden Fall. Die Hardware wird man allerdings seltenst in Deutschland bauen lassen, das wäre auch zu aufwendig. Aber DANN im Gerät die Software- also die sogenannte firmware- selbst zu entwickeln ist schon spannend und bringt auch der Firma was. Obwohl wir natürlich fast nur komplett fertige Ortungsgeräte einsetzen. Aber in anderen Bereichen, gerade in der Forschung und jetzt bei der E-Telematik, da spielen unsere eigenen Geräte schon eine Rolle. 

Immanuel: Hast du dich für die Entwicklung dann monatelang eingeschlossen und gewerkelt, oder war es vielleicht sogar eine Teamarbeit?  

Micha: Einschließen (lacht) – ja das kann passieren. Allerdings geht dieses Extreme Programming, wie man es dann nennen würde, natürlich auch als Team. Man kann sich auch als Team abschotten und dann gemeinsam was Besonderes zustande bringen. Es gibt diese Menschen, die wirklich alle Bereiche beherrschen und dann ganz allein eine komplette Software bauen, aber das geht meistens nicht bei komplexen Systemen. Ich arbeite auch viel zu gerne mit anderen Leuten zusammen, als das ich dann wirklich ganz allein etwas machen würde, was dann wirklich etwas Größeres ist. Also- es gibt immer Teams und das ist gut so. Auch die Teambildung firmenübergreifend oder international ist stark, so kann man von dem eigenen Arbeitsplatz aus andere Branchen und Einsatzbereiche der eigenen Technik kennen lernen. Es gibt, gerade hier am Entwicklungsstandort Jena, wirklich viele wachsende Netzwerke – bleibt also auch spannend. 

Immanuel: Ist daraus etwas „Größeres“ entstanden? 

Micha: Tatsächlich ist daraus auch schon einmal eine direkte Vertriebschance für eins der Produkte geworden, ja. 

Immanuel: Das klingt gut, ich bin auch echt drauf gespannt! Wie sahen denn die Teams aus, zum Beispiel bei dem Türschloss oder beim Ortungsgerät? 

Micha: Also, man hat meistens natürlich sein Team aus NX Mitarbeitern, aber man hat auch viele Kooperationspartner, die zum Teil sogar richtig ins Team eingebunden sind, manchmal sogar IM Entwicklungsteam. Wir arbeiten hier meistens agil nach SCRUM, also gibt es klare Rollen und Verantwortlichkeiten. Die jeweiligen Leute der Hardwarehersteller sind auch dabei und natürlich gibt es auch viel Kundenkontakt. Wir entwickeln bei Navimatix sehr häufig Software für Menschen, die noch gar nicht richtig wissen, was sie haben wollen, sondern nur ein paar Ideen haben – und wir bringen die Ideen dann mit auf den Weg. Unser Leitsatz ist „IT-Projekte mitgedacht“, also gilt es herauszufinden, was die Kunden brauchen. Wir haben gemerkt, dass viele es als Mehrwert sehr schätzen, direkt mit dem Entwicklungsteam über ihre Inhalte und Vorstellungen wie was im Speziellen umgesetzt werden soll, sprechen zu können. 

Immanuel: Danke, Micha, für das Interview und den Einblick in den doch sehr praktischen Arbeitsalltag – hier bei Navimatix und in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit. … 

Micha: Ja gerne, hat mich gefreut. 

 

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