
Aufbauend auf dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt AVATAR möchte das neue Verbundvorhaben AVATAR-Transfer Forschungsergebnisse zur sicheren Nutzung sensibler Gesundheitsdaten nun in die Praxis überführen.
Das Projekt wird über die nächsten drei Jahre vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 8,7 Millionen Euro gefördert. Gemeinsam mit einem starken, hauptsächlich in Thüringen angesiedelten Konsortium starteten wir am 27.01.2026 mit dem Kick-off-Meeting bei Navimatix.
Im Fokus steht die Anonymisierung persönlicher Gesundheitsdaten durch digitale Avatare für konkrete Anwendungsfälle.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen drei Transferbereiche:
Besonders spannend ist der Orchestrator, der bereits im Vorgängerprojekt von Navimatix entwickelt wurde:
Er verarbeitet sensible Daten anonym und soll nun weiter ausgebaut werden – idealerweise auch für Einsatzbereiche jenseits der Medizin. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Anwendungen aus den Transferbereichen gelegt. Aber auch die Integration neuer Anonymisierungstechnologien, wie zum Beispiel secure multi party computation, soll durch den Orchestrator ermöglicht werden. Zusätzlich wird gemeinsam mit dem Fraunhofer IOSB die Anbindung des Orchestrators an Datenräume nach dem IDSA-Standard verbessert und weitere Funktionen dieser Datenräume nutzbar gemacht, was eine verbesserte Datenabfrage und -aggregation ermöglicht. Vor der Entwicklung neuer Lösungen, wollen wir genau verstehen, welche Daten benötigt werden und wie sie sicher anonymisiert werden können. Gemeinsam mit unseren Partnern – darunter die ISMA AG, JEN-OPHTALMO, medways e.V. und die Technische Universität Ilmenau – sammeln wir in Workshops und regelmäßigem Austausch die Anforderungen aus den verschiedenen Anwendungsbereichen.
Auf dieser Grundlage modellieren wir die Abläufe auf unserer Plattform mit dem Orchestrator. Dabei legen wir fest, wie die einzelnen Tools und Technologien zusammenarbeiten, welche Informationen Nutzer*innen erhalten und welche Rückmeldungen sie geben können. Auch Sonderfälle werden berücksichtigt, sodass der Ablauf im Idealfall immer wieder auf den regulären Pfad – den sogenannten „Happy Path“ – zurückgeführt werden kann.
So stellen wir sicher, dass die Prozesse nicht nur technisch funktionieren, sondern auch für die Menschen, die sie nutzen, verständlich und praxisnah bleiben. Dieser Schritt ist ein zentraler Baustein, damit unser Projekt langfristig effizient und nutzerfreundlich umgesetzt werden kann.
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